„Volksbote (Stettin)” vom 4.Februar 1905:
Bellevuetheater. Donnerstag: Benefiz für Eugen Heiske, den verdienstvollen Oberregisseur: Zum 1. Male: Liebesmanöver.
„Volksbote (Stettin)” vom 7.Februar 1905:
Bellevuetheater. Am Donnerstag geht als Benefiz für den Oberregisseur Eugen Heiske zum ersten Male die Lustspiel-Novität „Liebesmanöver” in Szene. Das Werk ist von Frhr. von Schlicht und Kurt Kraatz, dem bekannten Verfasser von „Hochtourist” und gehört unstreitig zu den besten Lustspielen der Gegenwart. Der Benefiziant erfreut sich nicht nur als Regisseur der weitgehendsten Beliebtheit, sondern auch als Darsteller ist er ein hervorragender, gern gesehener Künstler. (Wir erinnern uns an die vortreffliche Wiedergabe des Schmalenbach in „Haubenlerche”, des Ulrichs in „Strom”, des Hauptmann v. Winterstein in „Soldaten”, des Knabe in „Seine Kleine” usw.) Es wäre dem verdienstvollen Künstler zu seinem Ehrenabend ein volles Haus zu wünschen.
„Volksbote (Stettin)” vom 9.Februar 1905:
Bellevuetheater. Heute (Donnerstag) findet zum Benefiz für Herrn Oberregisseur Eugen Heiske die Erstaufführung der Lustspiel-Novität „Liebesmanöver” statt.
„Volksbote (Stettin)” vom 10.Februar 1905:
Bellevuetheater. Als Benefiz-Vorstellung für den verdienstvollen Oberregisseur Herrn Heiske gelangte gestern das Lustspiel „Liebesmanöver” zur erstmaligen Aufführung. Das Dichterpaar Kraatz und Schlicht hat sich freilich in diesem Werke nicht über Niveau eines Backfisch- und Kadetten-Stückes à la „Veilchenfresser” erhoben und auch jede Spur von gesellschaftlichem Problem gewissenhaft vermieden. Kein Mensch wird für mehr interessiert, als für die zur Genüge bekannten Gestalten älterer gleich gearteter Stücke, und ein wenig zu brechen und zu beißen will heutzutage in solcher Geisteskost auch der simpelste Philister haben. Immerhin ist das Bild der verschiedenen Liebesmanöver, an deren Ende sie sich natürlich alle kriegen, ganz amüsant gezeichnet, und was daran fehlte, ist durch allseitig treffliches Spiel vollauf ersetzt worden. In der Mitte des Ganzen stand Herr Heiske als Major a.D., der gute Geist aller mit Liebesschmerz Beladenen, natürlich wieder ganz auf der Höhe seines vortrefflichen Spiels. Ferner sind rühmend zu nennen: Frl. v.Redwitz, Frl. Wolff, Frl. Krolop und Frl. Gernod,sowie die Herren Rosen, Harnack und Förster. Das Theater war voll besetzt und kargte nicht mit Beifallskundgebungen. Dem Herrn Benefizianten wurden reiche schöne Blumenspenden und Gaben nicht nur schöner, sondern auch nützlicher Art überreicht.

„Volksbote (Stettin)” vom 14.Februar 1905:
Bellevuetheater. Mittwoch wird „Liebesmanöver”, welches am Sonntag vor ausverkauftem Hause mit großem Beifall die erste Wiederholung erlebte, zum 3. Male gegeben. „Liebesmanöver” ist endlich mal ein reizendes, feines Lustspiel, welches wie seinerzeit „Hofgunst”, ganz frei von jedem pikanten Beigeschmack, nur unterhalten und amüsieren will.

„Volksbote (Stettin)” vom 2.März 1905:
Bellevuetheater. Für Sonntag Nachmittag ist eine nur einmalige Aufführung der Lustspiel-Novität „Liebesmanöver” zu kleinen Preisen angesetzt. Das reizende, fein-komische Werk fand bekanntlich vor kurzem gelegentlich Heiske's Benefiz eine sehr beifällige Aufnahme.
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© Karlheinz Everts