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„Das Liebesmanöver”

Lustspiel in drei Akten

von

Curt Kraatz und Freiherr von Schlicht

 

 

Aufführung am 27., 28., 30. März, 5., 9., 17. (nachm.), 22. April 1904 im Stadttheater zu Frankfurt


In der Frankfurter Zeitung vom 25. März 1904, Abendblatt, findet man folgende Notiz:

Die Intendanz des Schauspiels gibt bekannt:
In dem am Sonntag zum erstenmale zur Aufführung kommenden Lustspiel „Liebesmanöver” von Kurt Kraatz und Frhr. v.Schlicht wirken die Damen Klinkhammer, Sangora, Irmen, Hedwig Lange, König und die Herren Bolz, Diegelmann, Pfeil, Müller, Reimann, Däneborg u.s.w. mit.


RolleBesetzung
am 27.3.1904 ff.
Besetzung
am 9.4.1904
Besetzung
am 22.4.1904
von Velsen Mathieu Pfeil Mathieu Pfeil Mathieu Pfeil
Katharina Thessa Klinkhammer Thessa Klinkhammer Thessa Klinkhammer
Elli Poldi Sangora Poldi Sangora Julia Harnischfeger
Major a.D. v.Velsen Wilhelm Diegelmann Wilhelm Diegelmann Wilhelm Diegelmann
Leontine Hedwig Lange Hedwig Lange Hedwig Lange
Cäcilie Sophie König Sophie König Sophie König
Ernst v.Winterstein Edgar Bolz Edgar Bolz Edgar Bolz
Curt v.Winterstein Garda Irmen Käthi Hartmann Garda Irmen
von Roßwitz Alexis Müller Alexis Müller Alexis Müller
Dr. Erich v.Osten Max Reimann Max Reimann Max Reimann
Schröder Hugo Rudolph Hugo Rudolph Hugo Rudolph
Kapellmeister Anton Däneborg Anton Däneborg Anton Däneborg
Ordonnanz Hr. Kauffmann
Erster Soldat Hr. Ernst
Zweiter Soldat Hr. Walb
Dritter Soldat Hr. Kitz

In der Frankfurter Zeitung Nr. 88 vom 28.März 1904 liest man:

Das neueste Militärstück, das dreiaktige Lustspiel „Liebesmanöver” von Curt Kraatz und Freiherrn v.Schlicht, hat gestern bei der ersten Aufführung im Frankfurter Schauspielhause bei einem nachsichtig gestimmten Publikum so viel Beifall gefunden, daß Herr Kraatz sich nach jedem Akt dafür bedanken konnte. Vom Inhalt des Stückes – den zu vergessen wir uns beeilen – sei nur kurz mitgeteilt, daß wir darin einen Assyriologen kennen lernen, der als Reserveleutnant von einer für ihn und andere sehr erfreulichen Ungeschicklichkeit ist. Er bringt nämlich bei einer Regimentsvorstellung seinen Zug so ins Durcheinander, daß der Oberst alle Mühe hat, wieder Ordnung in die Sache zu bringen. Der Oberst macht das so geschickt, daß ihm, dem schon der blaue Brief droht, der Generalmajor sicher ist. Nunmehr erhält der Assyriologe ohne weiteres die bisher vergeblich umworbene Tochter des Obersten zur Frau. Außerdem werden wir mit einem Oberleutnant bekannt gemacht, der der schönen Gewohnheit huldigt, mit seinen Ersparnissen die Witwe eines Kameraden zu unterstützen. Sein Bruder, der kleine Kadett, bringt das an den Tag; der Oberleutnant, den man unlauterer Beziehungen zu jener Witwe verdächtigt, steht wunderbar gerechtfertigt da und kann gleichfalls ein hübsches Mädchen, Leontine, heimführen. Warum diese Dame drei Akte durch mit ihrer Liebe nur manövriert, ist im Grunde nur den Verfassern bekannt, wir meinen, sie hätte den edlen Mann schon früher nehmen können. Als guter Genius aller schreitet ein Major a.D. über die Bühne, das Prinzip der Tücke ist in einer alten Tante verkörpert. Das dramatische Handwerk haben die Autoren in diesem Lustspiel nicht gerade glänzend gemeistert, die Situationen sind erquält, die Witze selten, der Dialog reizlos und flach. Die Aufführung war von Herrn Quincke gut vorbereitet und geriet frisch und flott. Die ganz toten Stellen wurden schnell überhüpft, die matten kräftig herausgearbeitet, die Glanzpunkte wie ein Feuerwerk abgebrannt. Am häufigsten erregte Frl. Irmen die Heiterkeit des Hauses. Sie war ein charmanter Kadett und erzielte für jede ihrer teils knabenhaften, teils altklug-schnodderigen Bemerkungen das ersehnte quittierende Gelächter. Herr Diegelmann (Major a.D.), Frl. H.Lange (Leontine), Frl. Sangora (Tochter des Obersten), Herr Pfeil und Frl. Klinkhammer (Oberst und Frau), Herr Reimann (Assyriologe), Herr Bolz (Oberleutnant), Frl. König (Tante) holten aus ihren Rollen heraus, was nur herauszuholen war, und errangen mit ihren tüchtigen Leistungen dem Lustspiel einen Erfolg, der ihm sonst nicht beschieden gewesen wäre.


Im „Kleinen Journal&rdquo, Berlin, liest man am 29.März 1904:

„Liebesmanöver”, Lustspiel von Curt Kraatz und Freiherrn v.Schlicht, wurde im Stadttheater in Frankfurt am Main mit durchschlagendem Lacherfolg aufgeführt. Der Autor Kraatz und die Darsteller wurden stürmisch gerufen.


„Hamburger Fremdenblatt” vom 30. März 1904:

„Liebesmanöver”, Lustspiel von Curt Kraatz und Frhrn. v. Schlicht, hatte im Stadttheater in Frankfurt a.M. sehr lebhaften Lacherfolg, Kraatz und die Darsteller wurden vielfach gerufen. —


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© Karlheinz Everts